Share on Facebook0Share on Google+0Tweet about this on TwitterShare on LinkedIn0Email this to someoneShare on Reddit0

Fußballer sind nicht nur durchtrainierte Profisportler, sondern auch äußerst talentierte Schauspieler. In keinem anderen Sport wird so viel geschauspielert und dramatisiert. Tippster ist es gelungen, die geheimnisvolle Sprache der Kicker zu entschlüsseln. Es folgt ein kleines Lexikon in Bildern.

Der Trikotkuss

Eine vermeintlich klare Geste. Ein Spieler will damit aber eigentlich nur eines ausdrücken: Der Verein ist meine echte Liebe. Bis die nächste Liebe kommt. Und zwar eine mit mehr Geld. Viel mehr Geld. Da fragt sich der ein oder andere Spieler schon mal: „Bei welchem Verein spiele ich gerade? Und wann kommt endlich das Rentenangebot aus China oder den USA?“

Bildschirmfoto 2016-05-25 um 09.23.09

Foto: dpa

 

Der Hand-aufs-Herz

Eine Geste, die dem Feldherrn und Staatsmann anmutet. Verwandelt den Augenblick nach dem Torschuss in einen historischen Moment. Unbedingt mit der rechten Hand auszuführen. Nach Eigentoren eher selten zu sehen. Wurde auch schon in Verbindung mit dem Trikotkuss gesehen.

Bildschirmfoto 2016-05-25 um 09.23.21

Foto: Imago

 

Der Reklamierarm

Noch eine häufig fehlinterpretierte Geste. Der Torwart will so seine Unterbeschäftigung zum Ausdruck bringen. Durch Meldung an den Schiedsrichter verlangt der Torhüter mehr Ballberührungen. Bekommt er diese nicht, hat er das Recht zum Linienrichter zu laufen oder einfach liegen zu bleiben.

Bildschirmfoto 2016-05-25 um 09.23.35

Foto: picture alliance / Claus Bergman

 

Die Kopf-ab-Geste

Ein klassisches Missverständnis. Djilobodji wollte seinem Gegner nur klar machen, dass eine Schwalbe hier völlig unangebracht ist. Macht man schließlich in Afrika immer so, sagt zumindest sein damaliger Manager Eichin. Wie man in Bremen sonst mit Halsabschneidern umgeht, wollen wir an der Stelle gar nicht wissen.

Bildschirmfoto 2016-05-25 um 09.23.48

Foto: Screenshot Sky

 

Der Stinkefinger

Wie wir seit Varoufakis wissen, sendet der Mittelfinger eine mehrdeutige Botschaft. Als Spieler versucht man so, die gegnerischen Fans zu emotionalerem Beistand zu animieren. In allen bekannten Fällen hat das auch zu durschlagendem Hass/Erfolg geführt. Beliebte Akteure wie Effenberg oder Spahic laufen nur bei ausreichend vielen Anfeindungen zu Höchstform auf.

Bildschirmfoto 2016-05-25 um 09.23.58

Foto: Bongarts/Getty Images

 

Das Unschuldslamm

Unschuldig im Sinne der Anklage! Schiedsrichter, jetzt mal ernst. Der ist gerade von alleine umgefallen. Wahrscheinlich der Wind. Mein Bein zwischen seinen Beinen hatte damit nichts zu tun. Meine Arme auch nicht, wie soll ein 80kg-Mann denn bitte so leicht fallen. Eigentlich habe ich ihn nicht mal berührt. Unfassbar!!!

Bildschirmfoto 2016-05-25 um 09.24.08

Foto: AFP

 

Der Hand-ans-Ohr

Fordert den akustischen Tribut der Fans ein. Hoher Magie-Faktor. Verwandelt das Ohr in einen Trichter, der den Torjubel der Fans einsammelt, bündelt und als kräftigende Substanz ins Innere des Torschützen einführt. Besonders beliebt bei umstrittenen oder kurz zuvor kritisierten Spielern.

Bildschirmfoto 2016-05-25 um 09.24.19

Foto: Bongarts/Getty Images

 

Fortsetzung folgt.. 😉

Sebastian ist seit Klein auf großer Fußballfan. Er ist Fan des FCB, was schonmal zu Reibereien im Tippster-Team führen kann ;). Bei der internen Tipprunde liegt er vorne mit dabei… noch! Ausgang Offen 😀
Vom Trikotkuss bis zum Plappermaul – Die geheimnisvolle Sprache des Fußballs
4.8 ☆ aus 28 Stimmen

Dir könnte auch gefallen:
Share on Facebook0Share on Google+0Tweet about this on TwitterShare on LinkedIn0Email this to someoneShare on Reddit0

Kommentar verfassen

  1. Christian
    Mai 26, 2016

    Stark! Im nächsten Beitrag bitte noch die „Schiri-warum-pfeifst-du-den-Elfer-das-war-doch-gar-kein-Foul“-Geste 😀

    Reply
  2. Michael
    Mai 25, 2016

    Echt super! Kommt in der Fortsetzung auch die „Hand-ans-Ohr-vor-gegnerischen-Fans“ und die“Schiri-das-muss-doch-Gelb-geben“ bzw. „Schiri-der-hat-schon-Gelb“-Geste dazu?!?

    Reply