Share on Facebook0Share on Google+0Tweet about this on TwitterShare on LinkedIn0Email this to someoneShare on Reddit0

Mitte April 2016. Es stehen die Wochen der Entscheidung an. Wochen, die aus einer Überraschungsmannschaft eine Meistermannschaft machen können. Wochen, in denen eine verkorksten Saison eine katastrophale Saison werden kann. Wir haben uns die Situation in den drei Topligen Europas genauer angeschaut.

Die Existenzangst geht um

Noch vier mal 90 min. Dann ist sie schon wieder vorbei – die 53. Bundesligasaison. Ganz oben stehen die Bayern. Der souveräne Titelverteidiger aus München spielt in einer Liga für sich und wird als erster Verein in der Geschichte zum vierten Mal in Folge den Titel holen. Dann kommt Dortmund, danach lange nichts. Der Rest der Liga kann, so scheint es, jederzeit absteigen.

Ab Platz 10, in Köln, Darmstadt, Hamburg und anderswo, geht die Angst um. Hannover 96 ist mit 10 Punkten Abstand zum Relationsplatz – quasi – auf Abschiedstournee. Mit 27 Punkten befindet sich die Frankfurter Eintracht auf dem vorletzten Tabellenplatz hinter den Bremern, die mit dem 3:2-Sieg in Wolfsburg neuen Mut zeigten und mit 31 Punkte in die letzten Spiele gehen. In Schlagdistanz liegen Stuttgart (33), Augsburg (33), Hoffenheim (34), Hamburg (34) und Darmstadt (35). Trotz 37 Punkte dürfte auch der 1. FC Köln noch nicht aus dem Schneider sein.

Mentalität schlägt Qualität – das Credo des Abstiegskampfs. Am vergangenen Spieltag zeigten nicht nur die bereits angesprochenen Bremer, sondern auch die TSG Hoffenheim mit dem 2:1-Sieg gegen Hertha sowie die Kölner bei ihrem Auswärtssieg bei Mainz 05, dass sie bereit für den Abstiegskampf sind. Eines scheint sicher zu sein: ACHT direkte Duelle im Endspurt versprechen höchste Spannung bis zum Saisonende.

Vardy-Party gegen HurriKane

Es ist die Story, von der jeder Fußballfan träumt. Im vergangenen Jahr sind sie fast abgestiegen, nun stehen sie kurz vor der Meisterschaft: Leicester City schreibt ein Märchen, das im Milliarden-Geschäft Fußball nicht mehr möglich schien. Die Mannschaft von Trainer Ranieri marschiert mit großen Schritten der ersten Meisterschaft entgegen. Vier Spieltage vor Saisonende beträgt der Vorsprung fünf Punkte auf Verfolger Tottenham Hotspur.

Leicester hatte am Wochenende nur 2:2 gegen West Ham gespielt und dabei – dank einer miserablen Schiedsrichterleistung mit fatalen Fehlentscheidungen – fast verloren. Jamie Vardy erzielte sein 22. Saisontor und wurde vom Verband wegen „ungebührlichen Verhaltens“ nach seiner Gelb-Rote Karte angeklagt. Tottenham konnte durch das 4:0 bei Stoke den Abstand zur Tabellenspitze verringern. Harry Kane setzte mit seinen Saisontoren 23 und 24 ein Ausrufezeichen im Kampf um die Torjägerkrone. Damit hat Kane beste Chancen, erster englischer Torschützenkönig der Premier League seit Kevin Phillips vor 16 Jahren zu werden.

Leicester City hat es selbst in der Hand. In Unterzahl erkämpften die „Foxes“ gegen West Ham ihren eigenen (ebenso strittigen) Strafstoß, retteten ihr Momentum und benötigen jetzt noch maximal zwei Siege und zwei Unentschieden aus den Spielen gegen Swansea, bei Manchester United, gegen Everton und bei Chelsea. Jedoch: Vardy ist erst mal gesperrt. Tottenham wird bereit sein, falls Leicester patzten sollte. Für den Verfolger spricht das etwas leichtere Restprogramm mit den Spielen gegen West Bromwich, bei Chelsea, gegen Southampton und bei Newcastle.

Die üblichen Verdächtigen

Krise in Barcelona, Aufwind in Madrid: Noch vor fünf Wochen schien die spanische Meisterschaft entschieden zu sein. Vier Spieltage vor Saisonende beherrscht vor allem ein Thema die spanischen Fußballfans: der spannende Dreikampf um den Titel.

Der Champions League Sieger aus Barcelona meldete sich am Mittwoch nach zuletzt drei Liga-Niederlagen in Serie mit einem 8:0-Kantersieg bei La Corinna zurück und führt die Primera Division mit 79 Punkten weiter an. Der direkte Verfolger Atletico Madrid bleibt den Katalanen allerdings auf den Fersen und liegt punktgleich auf dem zweiten Platz. Auch Rekordmeister Real Madrid gab sich gegen den FC Villareal keine Blöße und bleib mit 78 Punkten auf Tuchfühlung mit dem Spitzenduo.

Der Titelkampf ist spannend und offen wie schon lange nicht mehr. Für den Titelverteidiger Barcelona spricht der Messi-Suarez-Neymar-Traumsturm, der gerade am Mittwoch wieder Fahrt aufgenommen hat. Auch Erfahrung ist in den entscheiden Spielen ein wichtiger Faktor. Barca hat allein in der letzten Saison fünf Endspiele gewonnen. Mit dem Aufwind aus der Champions League liegt das Momentum klar bei Atletico Madrid. Auch der Spielplan spricht für den „kleinen“ Madrider Klub, der noch dreimal in der heimischen Festung antreten darf – Barca und Real müssen je dreimal auswärts ran. Für Real spricht der psychologische Faktor. Die Königlichen waren eigentlich schon aus dem Titelrennen. Der Einzug ins Champions League Halbfinale nach einem überzeugenden Rückspiel gegen Wolfsburg sorgte für weiteren Optimismus. Auch die im Vergleich zur Konkurrenz größere Qualität auf der Bank könnte ein entscheidender Vorteil für Real Madrid sein.

Sebastian ist seit Klein auf großer Fußballfan. Er ist Fan des FCB, was schonmal zu Reibereien im Tippster-Team führen kann ;). Bei der internen Tipprunde liegt er vorne mit dabei… noch! Ausgang Offen 😀

Dir könnte auch gefallen:
Share on Facebook0Share on Google+0Tweet about this on TwitterShare on LinkedIn0Email this to someoneShare on Reddit0

Kommentar verfassen