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Eine App für Tippspiele. So schwer kann das doch nicht sein, oder? Denkste. Vergangenes Wochenende haben wir Tippster für die EM 2016 in den App-Stores veröffentlicht und sind somit fast startklar für die EURO. Wer die App schon von der WM 2014 kennt, wird zwar eine gewisse Ähnlichkeit in der grundsätzlichen „Philosophie“ feststellen können – aber auch merken, dass sich ganz schön viel getan hat. Die wichtigsten Entwicklungen und den Reifungsprozess des Designs und des Bedienkonzepts stelle ich euch in diesem Beitrag vor – und freue mich natürlich über Feedback! Denn das Spannende für uns ist nun, ob es uns gelungen ist, das EM Tippen, das viele aus Exceltabellen, Papier-Postern oder tabellarischen Lösungen wie Kicktipp kennen, wirklich zu vereinfachen und nicht – entschuldigt das badisch – „verschlimmbessert“ wurde.

(1) Warum eine App zum EM tippen?

Die erste und grundlegendste Frage ist wohl, warum wir uns (auch 2014 schon) für eine App entschieden haben. Eine Webseite wie die von bekannten Konkurrenten hätte es sicherlich auch getan – und, ganz ehrlich, mir auch viel Kopfweh bezüglich der Darstellung auf den kleinen Bildschirmen erspart. Unser Mantra bei Tippster ist aber nicht „was ist besonders einfach für uns“ sondern „wie machen wir es dem Nutzer – also dir – so einfach wie möglich?“. Smartphones spielen dabei eine wichtige Rolle und sind aus dem Alltag kaum mehr weg zu denken (man schaue sich nur mal beim Mittagstisch daheim oder im Restaurant um!). Wenn wir also schon so weit sind, unser Smartphone für E-Mails, Chats, Nachrichten oder gar Banking zu nutzen, warum also nicht auch für das Tippen der Spiele? Schließlich sollte man doch auch vom EM Public Viewing oder vor’m TV bei den Kumpels schnell noch die anstehenden Begegnungen tippen sollen, oder?

Für uns also war das Nutzungsszenario ganz klar mobil. Die Problematik aber bei Smartphones ist, dass es gefühlt eine Million Handy-Modelle, vier Betriebssysteme (Android, iOS, Windows und Blackberry) und abertausende Bildschirmauflösungen gibt – und wenn wir eine App erstellen, bei der man die EM mit all seinen Freunden tippen möchte muss auch wirklich jeder die App nutzen können. Außerdem müssen wir auch an die Menschen denken, die warum auch immer kein Smartphone besitzen. Um jetzt aber nicht mit 4 Entwicklerteams für jedes Betriebssystem  und eines für eine Web-Anwendung koordinieren zu müssen, entwickelt unser IT-Guru und Genie Maik eine „Web-App“, die grundsätzlich auf jedem Gerät im Browser funktioniert, und passt sie dann für die beiden größten Betriebssysteme (Android und iOS) so weit wie nötig an – aber nur, was die technischen Aspekte angeht. Das „Look and Feel“ bleibt auf allen Geräten gleich.

 

(2) Warum eine orangene EM Tipp App?

Nein, wir sind keine Holland-Fans. 😉 Es war uns lediglich wichtig, Tippster von bestehenden Webseiten und Apps abzuheben, und unser Design auch nicht zwangsläufig an Fußball anzukoppeln. Da ein Logo sich im Nachhinein nur schwer bzw. ungern ändern lässt (Uber und Instagram zeigten das erst neulich), wollen wir also möglichst unabhängig und eigenständig sein. Orange wirkt außerdem jung, dynamisch, frisch und dennoch kompetent – genau so soll sich unsere App anfühlen. 2014 verfügte unsere Farbpalette so über drei Farbtöne: Ein Orange-Rot, das die Hauptfarbe war; ein Braun für Icons; sowie ein Creme-Ton für Beschriftungen und Texte. Dieses recht unflexible Schema haben wir 2016 um ein kontrastreiches grün erweitert:

Tippster-Farbschema

Warum? Zum einen haben wir eine ganze Bandbreite an neuen Funktionalitäten, die nicht alle auf orangenem Hintergrund funktionieren – zum anderen sieht es einfach schicker aus, wenn wir einen zusätzlichen Farb- und Kontrastton verwenden können. Dazu aber gleich mehr.

 

(3) Der Home-Screen: Aus 6 mach 4.

Auch 2014 war unser Home-Screen schon „irgendwie anders“. Über sechs große Icons navigierte man in die Teilbereiche der App, wie z.B. die Gruppenverwaltung, den Tipp-Modus, Spielplan und so weiter. Eine wichtige Neuerung für 2016 ist aber der von uns betitelte „Newsfeed„, also eine zentrale Mitteilungszentrale, über die Nutzer untereinander kommunizieren können, die Tipp- und Spielresultate veröffentlicht werden und vieles mehr gemacht werden kann. Dieser dynamsiche Inhalt steht also den eher statischen Dingen, wie z.B. den Einstellungen der App gegenüber – und entsprechend wollten wir sie nicht hinter einem Icon verstecken. Also: Weg mit dem Kram auf dem Home-Screen, den man nicht ständig braucht, und Platz machen für Neuigkeiten, die den Nutzer wirklich interessieren:

Tippster App Home Screen

Gesagt, getan: Der grüne Bereich zeigt zukünftig die wichtigsten Neuigkeiten aus den Tippgruppen – über die großen Icons im orangenen Bereich gelangen Nutzer zu den am meisten genutzten Features: Tippen, Gruppen, Spielplan und die Statistiken.

 

(4) Gruppen-Einladungen per Codewort

„Psst… Um meiner Tippgemeinschaft beitreten zu können musst du das Codewort „Zensiert“ benutzen.“ – so meinen wir das natürlich nicht. Aber: Um den Anmeldeprozess für die eingeladenen Nutzer schlank zu halten, bekommt jede Gruppe ein eigenes Codewort zugewiesen. Denn das kann der Nutzer direkt bei seiner Anmeldung angeben und ist damit sofort Mitglied der Gruppe. Außerdem kann über die Suchfunktion nach dem Codewort gesucht werden – und nur, wer ein Codewort exakt richtig eingibt, findet seine Tippgruppe. 🙂

Wir haben uns für diese Variante entschieden, da viele Nutzer sich entweder über Facebook oder Google registrieren oder aber keine „echte“ E-Mail Adresse hinterlegen möchten (obwohl wir die nur für die Passwort zurücksetzen Funktion brauchen) und wir niemanden dazu zwingen möchten, einen Nutzernamen zu wählen, den es noch nicht gibt. Schließlich soll in der Tabelle nicht „Philipp1993“ oder „Schnuckibärchen99“ stehen, sondern „Philipp“ – damit meine Freunde auch wissen, wer die Tabelle anführt 😉

 

 

(5) Die Icon-Sprache: Kantig, klar und irgendwie kooler

Entschuldigt den Rechtschreibfehler zugunsten der Alliteration 😉 Die Überarbeitung der Icons ging einher mit der Überarbeitung des Home-Screens, der über klarere Linien verfügen sollte. Wir wollten weg von der bisherigen Verspieltheit und Verniedlichung hin zu geradlinigen, klaren Statements – in der Kommunikation (weg vom Wort Tippgemeinschaft) wie auch in der Oberflächengestaltung:

icons-tippster-app-im-vergleich

Mit der Neugestaltung der Icons einher gingen natürlich auch neue Iconsets für die Gruppen und Nutzer, die an die klaren Linien des Gruppenicons angelehnt sind. Außerdem verzichten die Icons auf unnötigen Schnick-schnack bzw. wird immer nur so detailliert wie nötig, damit die Information transportiert werden kann. Demgegenüber steht allerdings unser Punkt #6 😉

 

(6) (Noch) Mehr Liebe zum Detail

Wir arbeiten allesamt an dieser App, weil es uns in erster Linie wirklich Spaß macht und wir eine solche App auch gerne für uns selbst hätten. Dementsprechend klatschen wir nicht einfach irgendwelche Drop-Down Menüs hin, aus denen der Europameister oder Torschützenkönig ausgewählt werden soll! Besonders stolz sind wir hier auf eine Kooperation mit Tschuttiheftli – die mit ähnlicher oder vielleicht sogar größerer Leidenschaft am Thema Fußball dran sind: Tschuttiheftli vertreibt Sammelsticker, wie man sie von Panini oder Duplos während der EM kennt. Allerdings nutzen sie nicht einfach Fotos, sondern haben je 14 Spieler aus den 24 Teams von verschiedensten Künstlern in unterschiedlichen Stilen portraitieren lassen. Das Ergebnis ist wirklich genial und umso stolzer sind wir, dass wir diese Kunstwerke in unseren Aufwärmtipps verwenden dürfen! Aber genug der lobenden Worte – schaut es euch doch einfach selbst an:

There’s one more thing…

Naja, eigentlich gibt es mehr als nur noch eine Sache – denn die Tippster App hat einen enormen Funktionsumfang – vom Live-Ticker über einen Duell Modus bis hin zum einfachen EM Tippen. Aber dazu an späterer Stelle nochmal mehr, denn am schönsten ist’s doch, wenn man sich selbst ein Bild machen kann, oder? Also, worauf warten – Tippster gibt’s in allen App Stores oder im Web!

 

Get the Tippster App on Google Play     Get the Tippster App on the App Store     Tippster App is available on the Web

 

Philipp ist Mitgründer bei Tippster und verantwortet den Design- und UX-Bereich. Bei der WM 2002 hat er seinen ersten Sieg bei einem Tippspiel (an seiner Schule) verbuchen können und stellte als damaliger Zweitklässler sein Fußballwissen unter Beweis – heute ist er aber eher #ranNFLsüchtig und drückt den Patriots die Daumen.

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