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Die NFL. Größer, schneller, härter als vergleichbare Sportarten. Es ist ein Riesen Geschäft und lockt jede Woche tausende Zuschauer in die riesigen Arenen der Teams. Und genau um das NFL Stadion im allgemeinen soll es in diesem Artikel genauer gehen. Viele Teams haben bereits ein gigantisches Stadion und planen dennoch immer größere und aufwändigere Stadien.

Wir zeigen dir die bestehenden NFL Stadien, aktuell im Bau befindliche Projekte und weitere Konzepte und Planungen verschiedener NFL Teams. Doch wir wollen auch auf die Konsequenzen eingehen, die diese riesigen NFL Arenen mit sich bringen.

Die aktuellen Stadien der NFL Teams

Dallas Cowboys: AT&T Stadium

Die Dallas Cowboys haben seit 2009 eine 1,3 Mrd. Dollar teure neue Spielstätte. Dort tragen die Cowboys ihre Heimspiele auf einem Kunstrasenplatz aus vor 80.000 bis 108.713 Zuschauern, je nach Sitzkonfiguration in der Arena.

"AT&T Stadium" is licensed under public domain

Cincinnati Bengals: Paul Brown Stadium

Das Stadion der Cincinnati Bengals im Bundesstaat Ohio wurde im Jahr 2000 eröffnet. Die Tribünen rund um den Kunstrasenplatz bieten Platz für 65.790 Zuschauer. Insgesamt kostet das Stadion 455 Mio. Dollar.

"Paul Brown Stadium" by Derek Jensen (Tysto) / Wikipedia is licensed under public domain

Minnesota Vikings: U.S. Bank Stadium

Das aktuell neuste Stadion besitzen die Minnesota Vikings. Das 1,085 Mrd. Dollar teure Projekt wurde vor der Saison 2016 eröffnet und bietet Platz für 65.400 Zuschauer. Seitdem kämpfen die Vikings um jeden Yard auf ihrem Kunstrasenplatz.

"U.S. Bank Stadium" by Darb02 / Wikipedia is licensed under CC BY-SA 4.0

Seattle Seahawks: CenturyLink Field

Das wohl lauteste Stadion in der NFL ist das 360 Mio. Dollar Teure der Seattle Seahawks. Es wurde 2002 eröffnet und bietet Platz für 67.000 Zuschauer, kann jedoch auf 72.000 Plätze erweitert werden.

"CenturyLink Field" by Seattle Municipal Archives / Flickr is licensed under CC BY 2.0

Cleveland Browns: FirstEnergy Stadium

Das 1999 eröffnete Stadion der Cleveland Browns wurde zuletzt 2014 und 2015 renoviert. Neben einer Zuschauerkapazität von 67.407 Plätzen beinhaltet es einen Naturrasenplatz. Das Projekt kostete 283 Mio. Dollar.

"FirstEnergy Stadium" by Erik Drost / Wikipedia is licensed under CC BY-SA 2.0

Miami Dolphins: Hard Rock Stadium

Die Heimstätte der Miami Dolphins wurde 1987 für 115 Mio. Dollar errichtet und seit dem zwei Mal umgebaut. Zuletzt für ca. 550 Mio. Dollar von 2015-2016. Die Arena bietet seitdem Platz für 65.326 Zuschauer. Gespielt wird auf Naturrasen.

"Hard Rock Stadium" by Gunther Hagleitner / Flickr is licensed under CC BY 2.0

Arizona Cardinals: University of Phoenix Stadium

Es steht University of Phoenix drauf, drin sind aber die Arizona Cardinals. Die Heimstätte der Cardinals wurde 2006 eröffnet und kostete 455 Mio. Dollar. Bei den Heimspielen können bis zu 63.400 Zuschauer auf den Rängen dabei sein.

"University of Phoenix Stadium" by Gage Skidmore from Peoria, AZ, United States of America / Wikipedia is licensed under CC BY-SA 2.0

Chicago Bears: Soldier Field

Das ursprüngliche Stadion der Chicago Bears wurde 1924 eröffnet und kostete damals 10 Mio. Dollar. Im Jahre 2002 entschieden sich die Bears für einen 365. Mio. Dollar schweren Umbau. Seit dem hat das Stadion mit dem Naturrasen ein Fassungsvermögen von 61.500 Plätzen.

"Soldier Field" by John Picken / Flickr is licensed under CC BY-SA 2.0

New York Jets: MetLife Stadium

Das MetLife Stadium in New Jersey ist die Heimstätte der New York Jets. Es wurde 2010 eröffnet und kostete 1,6 Mrd. Dollar. Neben den Jets spielen auch die Giants auf dem Kunstrasenplatz vor bis zu 82.500 Zuschauern.

"MetLife Stadium" by gargudojr / Flickr is licensed under CC BY 2.0

Baltimore Ravens: M&T Bank Stadium

Das Stadion der Baltimore Ravens stammt aus dem Jahr 1998 und kostete damals 220 Mio. Dollar. Es bietet Platz für 71.008 Zuschauer. Es steht in unmittelbarer Nähe zum Baseballstadion der Orioles.

"M&T Bank Stadium" by Wikieditor101 / Wikipedia is licensed under CC BY-SA 3.0

Pittsburgh Steelers: Heinz Field

Die Heimstätte der Pittsburgh Steelers wurde 2001 eröffnet und kostete 281 Mio. Dollar. Lange Zeit spielten sie dort auf Hybridrasen, doch seit 2009 liegt dort ein Naturrasen. Bei den Spielen finden 68.400 Zuschauer platz.

"Heinz Field" by Allie_Caulfield  / Wikipedia is licensed under CC BY 2.0

Houston Texans: NRG Stadium

Die Houston Texans spielen seit 2002 in ihrem 352 Mio. Dollar teuren Stadion. Es bietet Platz für 71.500 Zuschauer und beinhaltet einen Kunstrasenplatz. 2017 wird dort der Super Bowl ausgetragen.

"NRG Stadium" by U.S. Navy photo by Damon J. Moritz / Wikipedia is licensed under public domain

Indianapolis Colts: Lucas Oil Stadium

Die Heimstätte der Indianapolis Colts im Bundesstaat Indiana kostete stolze 720 Mio. Dollar und wurde 2008 eröffnet. Auf einem Kunstrasenplatz spielen die Colts dort vor bis zu 62.421 Zuschauern.

"Lucas Oil Stadium" by Ktr101 / Wikipedia is licensed under CC BY-SA 4.0

Jacksonville Jaguars: EverBank Field

Die Jacksonville Jaguars spielen bei ihren Heimspielen vor bis zu 66.851 Zuschauern in ihrem 121 Mio. Dollar teuren Stadion. Dabei wollen sie ihre Gegner möglichst oft auf ihrem Naturrasen sehen.

"EverBank Field" by Michael Rivera / Wikipedia is liensed under CC BY-SA 3.0

New York Giants: MetLife Stadium

Das MetLife Stadium in New Jersey ist nicht nur die Heimstätte der New York Jets sondern auch der New York Giants. Es wurde 2010 eröffnet und kostete 1,6 Mrd. Dollar. Sie spielen dort auf dem Kunstrasenplatz vor bis zu 82.500 Zuschauern.

"MetLife Stadium" by gargudojr / Flickr is licensed under CC BY 2.0

LA Rams: Los Angeles Memorial Coliseum

Frisch umgezogen nach Los Angeles spielen die Los Angeles Rams im traditionsreichen Memorial Coliseum. Die Spielstätte wurde 1923 eröffnet und kostete 954.869 Dollar. Neben einem Naturrasen bietet das Coliseum Platz für bis zu 93.607 Zuschauer.

"Los Angeles Memorial Coliseum" by Los Angeles / Wikipedia is licensed under CC BY-SA 3.0

Tennessee Titans: Nissan Stadium

In Nashville steht das 290 Mio. Dollar teure Stadion der Tennessee Titans. Das 1999 eröffnete Stadion bietet Platz für bis zu 69.143 Zuschauer und beherbergt einen Naturrasenplatz für die Spiele.

"Nissan Stadium" by Kaldari / Wikipedia is licensed under public domain

New England Patriots: Gillette Stadium

Die 2002 eröffnete Heimatstätte der New England Patriots in Foxborough, Massachusetts bietet Platz für 62.786 Zuschauer. Gespielt wird im 325 Mio. Dollar teuren Stadion übrigens auf Kunstrasen.

"Gilette Stadium" by Bernard Gagnon / Wikipedia is licensed under CC BY-SA 3.0

New Era Field Stadion

Buffalo Bills: New Era Field

Das 1973 eröffnete Stadion ist die Heimstätte der Buffalo Bills. Es kostete damals 22 Mio. Dollar und wurde erst 2014 für 114 Mio. Dollar renoviert. Die Bills spielen darin auf Kunstrasen vor 71.608 Zuschauern.

"New Era Field" by Idibri / Flickr is licensed under CC BY 2.0

Denver Broncos: Sports Authority Field at Mile High

Das höchstgelegene Stadion der NFL haben die Denver Broncos mit ihrem 400,7 Mio. Dollar teuren Mile High Stadium. Es liegt 1.609 Meter über Normalnull. Die Broncos spielen auf ihrem Naturrasen vor bis zu 76.125 Zuschauern.

"Sports Authority Field at Mile High" by Sanchez551998 / Wikipedia is licensed under CC BY-SA 3.0

Detroit Lions: Ford Field

Im Jahr 2002 weihten die Detroit Lions ihr neues Stadion ein. Für 430 Mio. Dollar errichteten sie ein Stadion mit Kunstrasen für 65.00 Zuschauer. Neben den Spielen der Lions finden auch Großveranstaltungen statt wie z.B. Wrestlemania.

"Ford Field" by Ciccone39 / Wikipedia is licensed under public domain

Kansas City Chiefs: Arrowhead Stadium

Das bereits 1972 errichtete Stadion der Kansas City Chiefs kostete 43 Mio. Dollar und wurde von 2007 bis 2010 renoviert. Seit 1994 spielen sie dort auf einem Naturrasen vor bis zu 76.416 Zuschauern.

"Arrowhead Stadium" by NASA - NASA World Wind 1.3.5 / Wikipedia is licensed under public Domain

Philadelphia Eagles: Lincoln Financial Field

Die Eagles ließen sich 2003 ihre neue Spielstätte 512 Mio. Dollar kosten. Von 2013-2015 wurde sie renoviert. Sie bietet Platz für 69.176 Zuschauer und beheimatete schon einige Fußballspiel.

"Lincoln Financial Field" by Betp / Wikipedia is licensed under CC BY-SA 3.0

Washington Redskins: FedEx Field

Die Washington Redskins spielen seit 1997 in ihrem 250,5 Mio. Dollar teurem Stadion. Vor bis zu 79.000 Zuschauern pflügen sie über den Naturrasen.

"FedEx Field" by U.S. Navy photo by Mass Communication Specialist 1st Class Meagan E. Klein / Wikipedia is licensed under public domain

Green Bay Packers: Lambeau Field

Das Stadion der Green Bay Packers wurde 1957 eröffnet und kostete damals lediglich 960.000 Dollar. Seitdem wurde es zwei Mal renoviert und mehrfach erweitert. Insgesamt kosteten die Renovierungen rund 450 Mio. Dollar. Aktuell hat das Stadion eine Kapazität von 81.435 Plätzen. Gespielt wird auf einem Hybridrasen.

"Lambeau Field" by JL1Row / Wikipedia is licensed under CC BY-SA 3.0

Atlanta Falcons: Georgia Dome

Aktuell spielen die Atlanta Falcons noch in ihrem 1992 eröffnete Stadion. Es kostete 214 Mio. Dollar und wurde insgesamt drei Mal renoviert. Das 74.228 Plätze große Stadion muss 2017 der neuen Arena weichen, welche aktuell direkt daneben gebaut wird.

"Georgia Dome" by MSGT Joseph Pittelli, U.S. Air Force / Wikipedia is licensed under public domain

Carolina Panthers: Bank of America Stadium

Der amtierende MVP wirft seine Pässe im 1996 eröffneten Stadion für die Carolina Panthers und bis zu 73.504 Zuschauer schauen ihm dabei zu. Es kostete damals rund 248 Mio. Dollar.

"Bank of America Stadium" by HangingCurve / Wikipedia is licensed under CC BY-SA 4.0

New Orleans Saints: Mercedes-Benz SuperDrome

Berühmt wurde das 2006 eröffnete Stadion der New Orleans Saints durch den Stromausfall beim Super Bowl 2013. Es bietet Platz für 73.208 Zuschauer und kostete 134 Mio. Dollar.

"Mercedes Benz SuperDrome" by David Reber / Flickr is licensed under CC BY-SA 2.0

Tampa Bay Buccaneers: Raymond James Stadium

Seit 1998 haben die Tampa Bay Buccaneers ihre Heimat im 168,5 Mio. Dollar teuren Stadion. Bei den Heimspielen können bis zu 65.857 Zuschauer ihre Mannschaft beim Spiel auf dem Naturrasen anfeuern.

"Raymond James Stadium" by HappyHarvick2962  / Wikipedia is licensed under CC BY-SA 3.0

San Francisco 49ers: Levi’s Stadium

Im Jahr 2014 haben die San Francisco 49ers ihr 1,2 Mrd. Dollar teures Stadion eröffnet. Es bietet Platz für 68.500 Zuschauer und kann noch auf 75.000 Plätze erweitert werden. Auf dem Naturrasen wollen die Fans natürlich eine siegende Heimmannschaft sehen.

"Levi's Stadium" by Matthew Roth / Flickr is licensed under CC BY-SA 2.0

Oakland Raiders: Oakland Coliseum

Das Stadion der Oakland Raiders ist schon etwas in die Jahre gekommen. Es wurde 1966 eröffnet und kostete damals 25,5 Mio. Dollar und wurde von 1995-1996 für 200 Mio. Dollar renoviert. Die 56.057 Zuschauer bestaunen die Spiele ihrer Mannschaft aus dem Naturrasenplatz.

"Oakland Alameda Coliseum" by BrokenSphere / Wikipedia is licensed under CC BY 3.0

 

San Diego Chargers: Qualcomm Stadium

1967 wurde das 27 Mio. Dollar teure Stadion der San Diego Chargers eröffnet. Vor bis zu 71.294 Zuschauern tragen die Chargers dort ihre Duelle aus. Neben den Chargers trägt auch das College Team der San Diego State seine Spiele dort aus.

"Qualcomm Stadium" by Drew Lietzow / Wikipedia is licensed under public domain

 

Kürzlich eröffnete Football-Stadien

Aktuell gibt es schon einige beeindruckende Stadien in der NFL. Ein architektonisches Beispiel dafür ist das U.S. Bank Stadium der Minnesota Vikings, welches vor Beginn der aktuellen NFL Saison eröffnet wurde.

U.S. Bank Stadium (Stadion Minnesota Vikings)

Das U.S. Bank Stadium ist die Heimstätte des NFL Teams Minnesota Vikings. Das Football Stadion wurde am 22. Juli 2016 eröffnet und damit nach nicht einmal 3 Jahren Bauzeit. Es bietet Platz für 65.400 Besucher und kann noch weiter erweitert werden. Ebenso atemberaubend wie das beeindruckende Stadion waren auch die Baukosten für das NFL Stadion. 1,085 Milliarden $ hat das ganze Projekt gekostet, welches nur zur Hälfte von den Vikings selbst finanziert wurde. Der Rest kam von staatlicher Seite. Als Begrüßungsgeschenk wird der 52. Super Bowl 2018 im U.S. Bank Stadium ausgetragen.

 

Football Stadien im Bau

Mercedes-Benz Stadium (zukünftiges Stadion der Atlanta Falcons)

Das Mercedes-Benz Stadium ist noch ein im Bau befindliches Football Stadion und das zukünftige „Heimat-Nest“ der Atlanta Falcons und wird direkt neben dem aktuellen NFL Stadion der Falcons errichtet. Baubeginn war Mitte 2014 und im Sommer 2017 ist die Eröffnung geplant. Dann soll das Stadion Platz für 71.000 Zuschauer bieten. Neben den Atlanta Falcons wird auch der MLS Club Atlanta United in diesem Stadion seine Heimspiele austragen. Das ganze Projekt kostet unglaubliche 1,4 Milliarden Dollar und ist damit nochmal ein gutes Stück teurer als das U.S. Bank Stadium der Vikings. Mit dem Stadion bewarb sich die Stadt Atlanta ebenfalls für einen Super Bowl und bekam den Zuschlag für den 53. Super Bowl (2019).

 

Geplante NFL Stadien

Neben den aktuellen Projekten, welche wir gerade vorgestellt haben, gibt es noch viele weitere Teams die ähnliche Projekte planen. Die Dimensionen dabei werden jedoch immer größer und verrückter. Im Folgenden wollen wir dir ein paar der neuen Stadion-Konzepte der NFL Teams vorstellen.

Neue Heimat der (Oakland) Raiders

Oakland wird wohl nicht mehr lange die Heimat der Raiders sein, denn sie planen einen Umzug in die Wüste nach Las Vegas. Daher soll das neue NFL Stadion in der Wüste von Nevada stehen, für welches der Bundesstaat Nevada die Finanzierung bereits erlaubt hat. Das ganze Projekt soll 1,9 Milliarden(!) Dollar kosten und damit fast doppelt so teuer wie das U.S. Bank Stadium.

Erst eine Runde surfen und dann zum NFL Spiel

Auch die Washington Redskins haben Pläne für ein neues Stadion vorgestellt. Die Arena soll Platz für 60.000 Zuschauer bieten und eine glänzende Außenfassade erhalten. Doch das ist nicht die einzige Besonderheit. Um das Stadion soll eine Art Vergnügungspark entstehen. Unter anderem soll es einen Surf-Pool geben, auf dem man im Winter Schlittschuh fahren kann. In Zukunft heißt es in Washington also erst eine Runde surfen und dann zum NFL Spiel.

NFL Stadion oder Freizeitpark?

Gerade erst sind die Rams von St. Louis nach Los Angeles gezogen, da planen sie auch schon ein neues Football Stadion in Inglewood/Los Angeles. Das Stadion soll in der Nähe der Hollywood Park Rennstrecke gebaut werden und unglaubliche 2,6 Milliarden $ kosten. Doch es soll nicht nur ein NFL Stadion werden sondern auch Büros, Hotels und Parks beinhalten. Ab 2019 sollen dann 80.000 Zuschauer die Spiele der Rams genießen können. Aufgrund des riesigen Bauvorhabens wird das Projekt bereits als „NFL Disney World“ bezeichnet.

San Diego oder auch Los Angeles – das ist die Frage für die Chargers

Auch die Chargers planen ein neues NFL Stadion. Das neue Stadion soll in die Downtown-Skyline mit eingebaut werden und soll unter anderem einen öffentlichen Park beinhalten. Doch ob das ganze Projekt umgesetzt werden darf, durften Anfang November die Bürger von San Diego entscheiden, denn es wurde ein Bürgerentscheid für das Großprojekt angesetzt. Sollte den Chargers das neue Football Stadion verwehrt bleiben werden sie vermutlich zu den Rams nach Los Angeles ziehen.

 

Es ist nicht alles Gold was glänzt: Probleme mit NFL Stadien

Auf den ersten Blick sind diese Mega-Projekte natürlich sehr beeindruckend und spektakulär. Doch lässt man sich einen Moment einmal nicht von den Grafiken und Daten blenden und hinterfragt die ganzen Projekte kommen einige negative Aspekte zum Vorschein.

Der Fall San Diego

Wie bereits vorher erwähnt haben auch die San Diego Chargers große Pläne für ein neues Football Stadion. Doch um den Bau der neuen Arena zu finanzieren, sollen die Steuern für Hotels um 4-6% erhöht werden. Dies gefällt der mächtigen Tourismus-Branche in San Diego natürlich gar nicht. Am Ende hat es eine Abstimmung der Bevölkerung am 8. November entschieden. Eine 2/3 Mehrheit war benötigt, die jedoch nicht erreicht wurde. Scheitert nun das Bau-Vorhaben, werden die Chargers wohl nach Inglewood in Los Angeles umziehen, wo bereits die Rams in diesem Jahr umgezogen sind.

Die Finanzierung Stadien in den USA

Es ist also durchaus kritisch zu sehen das die NFL Clubs große finanzielle Hilfe des Staates in Anspruch nehmen wollen, obwohl sie selbst einen riesigen Umsatz machen. In Deutschland gibt es zwar auch oft finanzielle Hilfe von staatlicher Seite, jedoch meist in Form eines Darlehens oder die Stadt bekommt die Namensrechte, welche wieder zu Geld gemacht werden können. In den USA ist dies nicht so. Die betroffenen Städte bekommen weder Anteile an den Namensrechten noch an den Hospitality Einnahmen. Sie finanzieren also ein, in den meisten Fällen, total überzogenes Riesen-Projekt ohne eine direkte Gegenleistung.

Doch dies ist nicht alles, was im US-amerikanischen Sport schief läuft. Die Cincinnati Bengals z.B. haben sich eine „machine for holographic instant-replays“ vom Steuerzahler zusichern lassen, sobald ein solches Gerät erfunden wird… und dies ist leider kein Witz.

Viele weitere skurrile Punkte hat John Oliver zum Thema seiner Sendung gemacht. Das Video dazu findest du hier:

Fazit: Schön zum Anschauen, Hinter den Kulissen aber zweifelhaft

Am Ende bleibt festzuhalten, das die bisherigen Stadien und in Zukunft geplanten NFL-Stadien natürlich beeindruckend aussehen und wahrscheinlich jeder NFL-Fan einmal in eines dieser Football Stadion gehen möchte. Dennoch sollte man auch immer die Kehrseiten dieser Mega-Projekte bedenken und dann für sich abwägen, ob es dann noch Sinn macht, solche Projekte umzusetzen. Gerade beim großen finanziellen Anteil der Kommunen sollte man sich überlegen, ob man dieses Geld nicht lieber in „sinnvollere“ Projekte wie Schulen oder Krankenhäuser steckt. Denn sind wir mal ehrlich. Die Milliarden-schweren Besitzer der NFL-Teams hätten genug Geld um die Projekte zu finanzieren. Und wenn das Geld dann mal komplett aus der eigenen Tasche kommen soll, werden die Bauvorhaben wohl ganz schnell kleiner.

Philipp ist Mitgründer bei Tippster und verantwortet den Design- und UX-Bereich. Bei der WM 2002 hat er seinen ersten Sieg bei einem Tippspiel (an seiner Schule) verbuchen können und stellte als damaliger Zweitklässler sein Fußballwissen unter Beweis – heute ist er aber eher #ranNFLsüchtig und drückt den Patriots die Daumen.
Alle Stadien der NFL im Überblick: Kosten, Vorhaben und Fakten.
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